Ohmenkapelle
Patrozinium
28. Oktober (Hl. Judas Thaddäus)
Gottesdienste
Mai – Oktober: dienstags 19.00 Uhr und freitags 10.00 Uhr
Anfahrt
Die Ohmenkapelle liegt unterhalb von St. Märgen Richtung Wagensteig/Buchenbach. Das letzte Stück muss zu Fuß zurückgelegt werden.
Geschichte
Man geht davon aus, dass der Ohmenberg seit alters her ein spiritueller Ort gewesen ist, an dem Menschen Heil erhofften.
Eine Heilung markiert den Anfang der Ohmen-Wallfahrt: Propst Andreas Dilger beginnt ab 1717 mit dem Neuaufbau des zerstörten Klosters in St. Märgen. Dilger leidet unter Koliken und schweren Ischias. 1722 bekommt er vom Prior des Freiburger Kartäuserordens, Bruno Bürgin, eine Reliquie des Hl. Judas Thaddäus geschenkt. Nach zwei Tagen ist er gesund. Die Heilung schreibt er der Fürbitte des Judas Thaddäus zu.
Aus Dankbarkeit lässt er 1724 in Augsburg einen Kupferstich des Apostels anfertigen. 1725 erscheint das erste Wallfahrtsbüchlein mit der Lebensbeschreibung des Hl. Judas Thaddäus und mit Gebeten, die den Heiligen als Nothelfer „in verzweifelten Angelegenheiten“ anrufen. 1726 lässt Andreas Dilger auf dem Ohmen eine Judas-Thaddäus-Kapelle aus Holz aufrichten. 1736 wird eine steinerne Kapelle eingeweiht.
Jahr für Jahr pilgern Menschen aus der gesamten Oberrheinregion (Schwarzwald, Elsass und Schweiz) zu diesem „Ort des Trostes“.
